Die 10 wichtigsten Tipps zur Food-Fotografie

Es ist nicht immer ganz einfach, tolle Bilder von einem Gericht zu schiessen. Einige Grundregeln sollten deshalb unbedingt beachtet werden. Wir zeigen, wie’s geht. Mit diesen 10 Tipps zur Food-Fotografie gelingen bestimmt schöne Ergebnisse.

1.       Vorbereitung

Bei der Gestaltung von Foodfotografie-Motiven gibt es keine klaren Regeln, die man beachten muss. Wichtig bei der Vorbereitung von Food-Bildern ist aber die Planung. Man sollte sich schon im Voraus Gedanken zur Bildgestaltung machen. Testen Sie verschiedenste Utensilien aus, beobachten Sie, was miteinander harmoniert. Auf jeden Fall immer ein paar Testfotos schiessen, bevor man mit den richtigen Aufnahmen beginnt.

2.       Polieren und putzen

Wenn man gute Food-Fotos mit seiner Kamera schiessen will, muss geputzt werden. Denn bei keinem anderen Fotografie-Genre ist es so wichtig, dass nirgends Abdrücke zu sehen sind. Und vollgekleckerte Tellerränder oder Krümel sehen unappetitlich aus. Deshalb ist es unerlässlich, dass man vor und auch während den Aufnahmen alles schön sauber macht. Natürlich kann man ungewünschte Streifen im Nachhinein wegretuschieren – das erfordert aber viel Arbeit. Selbstverständlich können absichtlich ein paar Krümel arrangiert werden. Dies verleiht dem Bild mehr Natürlichkeit.

3.       Hintergrund & Aufnahmewinkel

Ein weiterer Tipp ist die Farbe. Bei sehr knalligen Motiven sollte man einen schlichten Hintergrund wählen. Je nachdem, welche Stimmung das Bild vermitteln soll, kann man die Farbe variieren. Ein brauner Hintergrund mit weissem Teller wirkt eher bodenständig. Ein farbiger Hintergrund wirkt eher „aufgeweckt“ und schwarz meist elegant. Mit Weiss liegt man so gut wie immer richtig. Aber auch hier gilt: Weniger ist mehr.

Es ist nicht so einfach, den perfekten Winkel eines Fotos im Voraus festzustellen. Bei der Food-Fotografie gibt es zwar keine klaren Regeln, an die man sich bezüglich des Aufnahmewinkels halten muss. Bis auf eine: Flüssigkeiten, wie zum Beispiel ein Glas Limonade, müssen immer gerade abgebildet werden. Das sollte auch bei Aufnahmen in der Natur berücksichtigt werden. Gemeint sind hier das Meer, Seen oder Flüsse.

Nachfolgende zwei Beispiele:

Nicht optimaler Hintergrund & Aufnahmewinkel:

Überbelichtete Foodfotografie mit schlechtem Hintergrund

Optimaler Hintergrund & Aufnahmewinkel:

Foodfotografie mit gutem Hintergrund und guter Belichtung

4.       Unterstützende Gegenstände

Legt man eine kleine Cherrytomate zur Tomatensuppe hinzu, nennt man dies einen „unterstützenden Gegenstand“. Es wird klar, dass es sich um eine Tomatensuppe handeln muss. Man assoziiert automatisch, dass die Tomaten auch in der Suppe enthalten sind. Bei asiatischen Gerichten bieten sich Esstäbchen an. Auch eine Schokoladentorte kann man mit einer gut drapierten Schokolade in Szene setzen. So bieten sich unzählige Möglichkeiten, wie man ein Gericht ins rechte Licht rückt.

5.       Abbildung

Besonders bei filigranen Motiven wie Fingerfood kann man ruhig eine vollflächige Aufnahme machen. Speisen hingegen, die weniger spektakulär aussehen, sollten nur zum Teil auf dem Foto zu sehen sein. Lassen Sie hier dem Gericht genügend Raum, damit es sich entfalten kann. Weniger ist hier mehr!

6.       Goldener Schnitt

Der goldene Schnitt besagt, dass man das Hauptmotiv nicht in der Mitte des Bildes platzieren soll. Er kann rechnerisch ermittelt werden. Doch dieser ist bei der Food-Fotografie nicht so wichtig. Man sollte sich bewusst sein, dass das zu fotografierende Objekt leicht versetzt abgelichtet wird.

 8.       Bildverlauf

In der Regel betrachtet man ein Bild von links nach rechts. Das kommt durch unsere Lesegewohnheit. Wenn Sie aber ein besonders hervorstechendes Objekt im Bild haben, z.B. eine rote Tomate im Hintergrund, dann geht das Auge meist sofort auf diesen „Eyecatcher“. Daher sollten Sie dies bei der Bild-Gestaltung beachten.

9.       Belichtung der Gerichte

Am besten gelingt die Foodfotografie bei Tageslicht. Dann sind auch zusätzliche Lichtquellen nicht nötig. Ist es trotzdem zu dunkel, sind Neonröhren ein gutes Mittel. Falls man nicht im Tageslicht fotografieren kann, sollte man das Gericht so gut wie möglich ausleuchten. Denn bei Verwendung von Blitzlicht sollte man beachten, dass direkt angeblitzte Objekte oft sehr kalt und einfältig wirken. Ein Stativ ermöglicht eine längere Belichtungszeit, da nichts verwackelt.

Nicht optimale Belichtung:

Überbelichtete Food-Fotografie

Optimale Belichtung:

Optimale Belichtung bei Food-Fotografie

10.   Schärfentiefe

Die Schärfe ist etwas für Könner. Etwas Übung sollte man also mitbringen. Die Schärfentiefe wird vom Fotograf so eng wie es geht eingeschränkt. Dadurch wirkt das Hauptmotiv scharf, der Hintergrund wird unscharf abgebildet.  Etwas, was man sich merken sollte: Je schärfer der Hintergrundm, umso kleiner die Blendenöffnung. Will man den Hintergrund also unscharf darstellen, sollte die Blendenöffnung vergrössert werden.

Mit diesen 10 Tipps lassen sich schöne Foodfotos schiessen. Selbstverständlich kann man daraus auch ein Fotoalbum oder ein Kochbuch gestalten. Mehr Infos dazu finden Sie hier. Einfach ausprobieren, mit der CEWE FOTOBUCH Software geht das ohne grosse Mühe. Und es wäre ja auch schade, die Bilder dann irgendwo im virtuellen Archic „verstauben“ zu lassen. Wir wünschen viel Spass beim Fotografieren und Gestalten.

Das CEWE FOTOBUCH Team Schweiz

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