Der Hintergrund beim Fotografieren

 

Beim Fotografieren ist immer gleich die Rede vom perfekten Motiv. Dabei vergisst man gerne die wichtige Rolle des Hintergrundes. Je nach dem, was man für ein Foto schiesst, ist ein anderer Hintergrund relevant. Wie wählt man den richtigen Hintergrund für seine Fotos und was gibt es dabei zu beachten?

Portraits

Für ein Portrait empfiehlt es sich, von Anfang an nahe an das Objekt heran zu gehen, zu viel Hintergrund lenkt nur ab. Der Bokeh-Effekt, bei dem der Hintergrund unscharf ist, bietet sich deshalb gut an. Je weiter die fotografierte Person vom Hintergrund entfernt ist, desto leichter erzeugt man diesen Effekt. Ein Tipp bei Portraitfotos ist ausserdem, den Hintergrund auf die Augenfarbe des Models abzustimmen. Ein heller Fliederton bringt beispielsweise grüne Augen zum Leuchten.

Hintergrund bei Fotos.

Produktfotografie

Auch bei der Produktfotografie ist ein zu auffälliger Hintergrund kontraproduktiv. Am besten man nimmt einen blanken, unscheinbaren Hintergrund, um das Produkt optimal zur Schau zu stellen.

HIntergrund beim Fotografieren.

Unscharfer Hintergrund

Um einen unscharfen Hintergrund zu erzielen, muss die Schärfentiefe der Kamera verändert werden. Hierfür wiederum muss man mit der Blende variieren. Wenn man im AV-Modus fotografiert, berechnet die Kamera zu der Blende, die man aussucht, automatisch die Belichtungszeit. Für einen unscharfen Hintergrund wählt man eine möglichst grosse Blende und erhält somit einen kleinen f-Wert.

Tiefschwarz oder schneeweiss

Wenn eine Person vor einem schwarzen Hintergrund mit Blitz fotografiert wird, scheint der Hintergrund etwas grau, weil er das Licht reflektiert. Um ihn wirklich schwarz zu bekommen, muss man den Abstand der Lichtquelle zum Hintergrund vergrössern und das Model etwas entfernt von der schwarzen Wand aufstellen. Oder man richtet die Lichtquelle so, dass nur das Model beleuchtet wird. Mit einer Wabe z. B. wird das Licht optimal abgelenkt.

Bei weissem Hintergrund ist das Problem, dass das Licht zuerst auf das Model trifft. Mit mehr Blitzleistung wäre das Model unter Umständen überbelichtet. Um einen schneeweissen Hintergrund zu bekommen, stellt man das Model etwas vor dem Hintergrund auf und beleuchtet den weissen Hintergrund zusätzlich mit einem Extrablitz. Auf der Seite, wo die Softbox steht, ist der Hintergrund dann wahrscheinlich etwas heller und man sieht einen Verlauf. Deshalb stellt man am besten auf der anderen Seite einen zweiten Blitz mit einer Softbox auf. Ausser der Blitz ist so klein, dass er in der Mitte hinter dem Model verdeckt wird. Eine andere Lösung ist, den Blitz direkt hinter der weissen Kartonwand aufzustellen.

Fazit: Für einen tiefschwarzen oder reinweissen Hintergrund muss mit dem Abstand gearbeitet werden. Der Hintergrund und das Model müssen unterschiedlich beleuchtet werden.

Der Hintergrund im Fotobuch

Nicht nur beim Fotografieren spielt der Hintergrund eine Rolle. Auch bei der anschliessenden Gestaltung eines Fotobuches. Auf schwarzen Seiten wirken die Fotos mit Sicherheit gut. Für ein Fotobuch zu einem besonderen Anlass, wie z.B. ein Hochzeitsfotobuch, eignet sich jedoch auch ein spezieller, farbiger Hintergrund. Wie man den Hintergrund beim CEWE-Fotobuch optimal gestaltet, erfahrt ihr hier.

Ausserdem findet ihr hier weitere Tipps zur Wahl des perfekten Hintergrundes.

Viel Spass dabei wünscht das CEWE FOTOBUCH Team Schweiz!

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