Sonnenuntergangfotografie Tipps und Tricks

 

Zwei Mal am Tag bietet sich ein Spektakel am Himmel, welches jedem Hobbyfotografen oder ambitionierten Profi einen Grund gibt, die Kamera zu zücken: Der Sonnenauf- bzw. der Sonnenuntergang. Doch was muss man dabei beachten?

Die richtige Vorbereitung

Wenn Sie nicht nur die Sonne, sondern auch die Landschaft schön ablichten wollen, empfiehlt sich ein Weitwinkelobjektiv. Geht es Ihnen hingegen primär um die Sonne, schauen Sie auf eine möglichst lange Brennweite.  Wer Qualität haben will, sollte ausserdem auf Digitalzoom verzichten und nur den optischen Zoom verwenden. Nehmen Sie ein Stativ zu Hilfe, sodass Sie zu einem niedrigen ISO-Wert und einer kleinen Blendenöffnung greifen können. Dann können Sie auch problemlos den Bildstabilisator der Kamera ausstellen und verhindern so das Verwackeln der Fotos. Experimentieren Sie mit verschiedenen Einstellungen bezüglich Belichtungszeit und Blende. Denn eigentlich gibt es keine „richtige“ oder „falsche“ Einstellung, es ist Geschmackssache, welche Einstellung zum besseren Ergebnis führt. Generell als Tipp kann man sich aber am Automatik-Modus der Kamera orientieren und schauen, welche Einstellungen hier benutzt werden.

Weitere Tipps für gelungene Sonnenuntergangs-Fotos

Oft hat man das Problem, dass der Himmel zu hell ist oder der Vordergrund zu dunkel, obwohl der Sonnenuntergang perfekt wäre. In diesem Fall kann man für eine ausgeglichene Belichtung sorgen, indem man einen Verlaufsfilter vor die Linse setzt. Ein anderes Hilfsmittel ist hierbei das Bracketing. Damit kann man Bildserien machen mit automatisch abgestuften Blenden/Zeit-Werten, Blitzwerten und Belichtungskorrektur, aus denen Sie dann am Schluss das beste Bild aussuchen. Probieren Sie verschiedene Filter aus, z. B. den Neutralfilter mit Verlauf, der die Sonne und den Himmel ein wenig abdunkelt. Ein Tipp ist es auch beim Weissabgleich die Option „cloudy“ oder „shade“ zu wählen, sofern die Kamera über diese Optionen verfügt. Dadurch wird verhindert, dass auf dem Foto warme Farbtöne verloren gehen.

Der Goldene Schnitt

Teilen Sie in Gedanken das Bild in neun kleine Quadrate, sodass zwei senkrechte und zwei waagrechte Linien entstehen. Nun positionieren Sie den Horizont auf einer der waagrechten Linien und die Sonne am linken oder rechten Bildrand. So geben Sie dem Bild mehr Spannung und das gewisse Etwas.

Gezielt ohne Sonne

Wer sagt, dass es bei Sonnenuntergangsfotos darum geht, die Sonne abzubilden? Eine romantische Stimmung im Bild kann ebenso dadurch erzeugt werden, dass die Sonnenstrahlen durch die Wolken scheinen und den Himmel verfärben: Die Dämmerung, also die paar Minuten nach dem Sonnenuntergang bieten sich am besten an für stimmungsvolle Bilder. Auch reizvoll ist es z.B. ein Gebäude zu fotografieren, das von der untergehenden Sonne beleuchtet wird. Oder die Spiegelung der Sonne an der Wasseroberfläche.

Palmen fotografiert

Den Moment planen

Seien Sie stets wachsam beim Fotografieren und versuchen Sie schon vorher, Ihre Umgebung mit allen Sinnen wahrzunehmen. So entdecken Sie schnell interessante Elemente, die Sie auch noch in das Motiv mit einbauen können. Ein bisschen Strand, eine Wiese im Sommer, ein Steg etc. machen das Bild schon viel interessanter. Überlegen Sie sich, von welcher Position aus Sie den Sonnenuntergang am besten festhalten können und seien Sie rechtzeitig vor Ort, da sich der Himmel schon VOR dem Sonnenuntergang zu einem fantastischen Anblick verwandeln kann.

Strand fotografiert

Wer hat sonst noch gute Tipps für die Fotografie von Sonnenuntergängen?

Viel Spass beim Fotografieren wünscht das CEWE FOTOBUCH Team Schweiz!

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