Wie fotografiere ich… Vögel?

Wer schon einmal versucht hat, einen Vogel zu fotografieren, der weiss, dass man dafür viel Geduld braucht. Amsel, Drossel, Fink und Star tanzen auf Ästen, fliegen durch die Gegend und gehen auf die Suche nach Futter. Die scheuen Tiere sind dabei besonders flink. Mit unseren Tipps zur Vogelfotografie können Sie Ihre Erfolgschancen steigern.

Das Fotografieren von Vögeln erfordert viel Geschick, da die Tiere sehr achtsam sind und jede geringste Bewegung bemerken. Darum sind eine grosse Portion Geduld und Gespür für die Tiere und deren Umgebung hinter der Kamera eine wichtige Vorrausetzung. Fügen Sie sich in ihre Umgebung ein, verhalten Sie sich ruhig und gewinnen Sie das Vertrauen dieser Lebewesen. Dagegen ist es bei Vögeln nicht nötig, ein Lager aufzubauen, um sich zu tarnen.

Im Frühling sind die kleinen Flugkünstler besonder aktiv. Da zwitschert es aus jedem Baum und ein Ausflug kann sich je nachdem besonders lohnen. Die Zugvögel kehren zudem zurück und bringen zusätzliche Vielfalt. Im Winter haben Sie dagegen eine einzigartige Umgebung und können die Vögel auf der Futtersuche beobachten. Gerade dann kann sich ein kleines Futterpäckchen für den Fotografen lohnen.

1. Vorbereitung

Bei der Vogelfotografie, wie auch bei jeder anderen Tierfotografie, ist es von Vorteil, sich vorher zu informieren. Antworten auf Fragen wie, wo der Vogel sich vor allem aufhält und wann er primär aktiv ist, können sehr hilfreich sein. Vor allem bei aussergewöhnlichen und seltenen Vögeln ist das der Fall. Die Chance vergrössert sich, je mehr man von einer Vogelart weiss.
Wie bereits erwähnt, ist die Vogelfotografie zeitaufwändig und darum ist ein kleiner Snack für den Fotografen, aber auch für den Vogel keine schlechte Idee. Mit etwas Futter können Sie den Vogel vielleicht vor die Kamera locken. Überlegen Sie sich den Bildausschnitt bereits im Voraus und platzieren Sie das Futter zum Beispiel auf einem schönen Ast. Mit etwas Glück landet Ihr tierisches Fotomodell so direkt in der perfekten Kulisse. Tipp: Besuchen Sie doch mal unseren Partner, die Schweizerische Vogelwarte Sempach. Mehr Informationen unten.

Haubenmeise auf Ast

Haubenmeise

2. Ausrüstung und Richtwerte für die Kamera

Es empfiehlt sich mit einer Spiegelreflexkamera und einer grossen offenen Blende zu arbeiten. Somit geht der Fokus auf den Vogel durch den Hintergrund nicht verloren, da dieser verschwommen wirkt. Aufgrund der Geräuschempfindlichkeit der Vögel sollte ohne Blitz gearbeitet und die Kamera ruhig gehalten werden. Dabei kann ein Stativ sehr nützlich sein. Für scharfe und wirklich authentische Bilder sollte man mit mindestens einem 200mm-Teleobjektiv arbeiten. Die Blende sollte vorteilhaft im Bereich zwischen f4 und f11 eingestellt sein und der ISO-Wert bei 400. Um gute Bilder von Tieren in Bewegung zu schiessen, ist eine Verschlusszeit von 1/1000 wichtig, ansonsten mit 1/200. Am besten probieren Sie selbst einmal aus und beobachten die verschiedenen Effekte, die die Kameraeinstellungen auf Ihr Bildergebnis haben. Das kann auch im Vorfeld schon mit anderen Objekten getestet werden.

Goldfink auf Ast

Goldfink

3. Bildkomposition

Tolle Vogelfotografien zeigen den Vogel in seinem natürlichen Lebensraum. Darum sind Äste, Weiher oder Felder ein toller Raum für das Bild. Im Hintergrund sollten Häuser, Zäune, Fahrzeuge und allgemein geometrische Objekte gemieden werden. Auch farbige Blumen sind nicht immer nützlich, da man den Fokus auf den Vogel schnell verliert. Darum den Hintergrund so wählen, dass er zu der Stimmung passt und idealerweise die Farben harmonieren.

Elster auf Stein

Elster

4. Licht

Die Farben spielen nicht nur bei der Komposition eine Rolle, sondern auch für die Kamera und die Aufnahme selber. Bilder von Vögeln sind ungünstig, wenn sie mit direkter Sonneneinstrahlung geschossen wurden, denn sie verursacht Schlagschatten, welche wiederum vom Tier ablenken. Darum wird diffuses Licht für die Aufnahme bevorzugt. Eine beliebte Tageszeit für die perfekte Vogelfotografie ist morgens oder abends bei Sonnenaufgang oder -untergang. Die warmen Farben bringen die Harmonie im Bild und unterstreichen das Federkleid des Vogels. Tagsüber fotografieren Sie dagegen am besten wenn es bewölkt ist, so haben sie keine störenden Schatten im Bild.

5. Der richtige Rahmen

Die gelungenen Natur-Aufnahmen möchte man natürlich am liebsten der ganzen Welt zeigen. Wie wäre es da mit einem Vogelkalender mit den schönsten Fotos? Mehr Informationen zu unseren vielfältigen Fotokalendern finden Sie hier.

Oder lassen Sie sich inspirieren von «Heimische Singvögel Federleicht und Zauberhaft», einem äusserst gelungenen CEWE FOTOBUCH von User siggi1609. Hier können Sie darin blättern und das Buch bewerten.

 

 

Schweizerische Vogelwarte Sempach Wussten Sie, dass wir mit der Schweizerischen Vogelwarte Sempach kooperieren? Die Vogelwarte setzt sich ein für Artenschutz und Vogelkunde. Ein tolles Ausflugsziel für Vogel-Fans und Hobbyfotografen. Mehr Informationen: www.vogelwarte.ch

 

 

Viel Spass wünscht das CEWE FOTOBUCH Team Schweiz!

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