Tipps & Tricks zur grafischen Gestaltung

Das hier vorliegende Tutorial ist eine Anleitung mit Hilfestellung. Das Besondere dabei ist der grafisch, gestalterische Ansatz aus dem Blickwinkel einer Fotografin. Erfahren Sie wertvolle Tipps und "Insider"-Tricks für Ihr Bildarrangement.

 

Erste und letzte Seite

 

Ihr CEWE FOTOBUCH hat einen Rahmen

Nehmen Sie einmal ein paar beliebige Bücher aus Ihrem Regal, und schlagen Sie jeweils die erste Seite auf. Ganz egal, ob es sich um ein Kinderbuch, einen Bildband über die Alpen, einen Krimi von Agatha Christie oder ein Kochbuch handelt, kein Autor fällt sofort mit der Tür ins Haus. Die erste Seite eines Buches ist in der Regel großzügig und sehr schlicht gestaltet. Oft werden noch einmal Titel und Autor genannt, dazu Auflage und Erscheinungsjahr. Dieses Blatt Papier wird oft nur eines sehr kurzen Blickes gewürdigt. Würde es aber fehlen, wären wir irritiert und vermissten etwas - meist ohne sagen zu können, was. Auch wenn der Blick noch so kurz war, der Inhalt wird sofort vom Auge erfasst. Der Leser hat sich im Unterbewusstsein noch einmal vergewissern können, worum es in diesem Buch geht und hat sich innerlich auf die Lektüre eingestellt. Nun kann er anfangen zu lesen.

 

Wenn Sie Ihr CEWE FOTOBUCH  auf eine ähnliche Art beginnen, wirkt dies sehr professionell. Legen Sie die Seite großzügig an. Es ist nicht zwingend erforderlich, den Titel noch einmal zu wiederholen. Aber eine kurze, prägnante Überschrift macht sich in jedem Fall nicht schlecht. Sie können sie auch mit einem einzelnen, aussagekräftigen Foto kombinieren bzw. dieses Foto als „Auftakt“ wählen. Es geht lediglich darum, dem Leser die Möglichkeit zu einer kurzen Besinnung zu geben, bevor er sich im Inhalt des Buches vertieft. Vielleicht will er noch ein Kissen zurechtrücken oder ein Getränk abstellen. Das tut er bequem beim Betrachten der ersten Seite. Sie gibt ihm gleichzeitig das Signal, dass es nun „losgehen“ kann.

 

 

Geben Sie Ihren Lesern Orientierung

Blättern Sie Seite 1 in einem Buch um, so wird ein guter Autor darum bemüht sein, Sie mit seinem Thema bekannt zu machen und Sie in das Buch einzuführen. Handelt es sich um ein Sachbuch, wird ein Inhaltsverzeichnis folgen. Und wenn Sie wieder umblättern, heißt die erste Überschrift oft „Einführung“ oder „Einleitung“. Hier fasst der Autor in der Regel verbal die wesentlichen Inhalte kurz zusammen und erläutert, was er Ihnen nahebringen möchte. Eine Autorin tut dies natürlich auch. Handelt es sich um einen Roman, werden in Erzählform wichtige Personen und ihr Umfeld vorgestellt. Auch ein Bilderbuch für Kinder behandelt auf diesen ersten Seiten erst einmal ganz wesentliche Dinge, ehe es ins Detail geht - zum Beispiel: „Ach, was muss man oft von bösen Kindern hören oder lesen - wie zum Beispiel hier von diesen, welche Max und Moritz hießen...“ (Wilhelm Busch, Max und Moritz). Erst anschließend zählt er ihre Streiche auf.

 

Was für die Profis gilt, sollten Sie sich auch ruhig zunutze machen. Was die können, können Sie schon lange. Beginnen Sie z. B. Ihr CEWE FOTOBUCH über Ihren Sommerurlaub mit der Anreise, stellen Sie dem Leser Ihre „Basis“ (Ihr Hotel, Ihren Urlaubsort...) vor, und berichten Sie erst im weiteren Verlauf des Buches über Ausflüge und besondere Erlebnisse. So kann sich Ihr Leser gut orientieren. Gleiches gilt auch für alle anderen Themen: Stellen Sie das Brautpaar vor oder den Jubilar, zeigen Sie ein Bild der hochschwangeren werdenden Mutter oder das noch unbebaute Grundstück, auf dem dann später Ihr Haus stehen wird. Arbeiten Sie sich von „grob“ zu „fein“ und vom Überblick zum Detail vor.

 

 

 

Das Ende

Was für den Anfang Ihres CEWE FOTOBUCHES gilt, gilt umgekehrt natürlich auch für das Ende. Gestalten Sie die letzte Seite so, dass sie einen „krönenden Abschluss“ bildet, nach dem Ihr Leser dann zufrieden die Buchdeckel wieder zuklappt, tief durchatmet und nickt. Mit der letzten Seite schließen Sie Ihr Buch ab und machen es zu einer „runden Sache“. Entsprechend sollten Sie diese Seite auch „ausleitend“ gestalten. Ein Bild mit Menschen, die einen Ort verlassen, eignet sich sehr gut, ebenso ein gelandetes Flugzeug auf dem Heimat-Flughafen oder ein Sonnenuntergang. Es können aber auch „Hinterlassenschaften“ sein, z. B. ein Haufen unabgewaschenes Geschirr nach einer Feier, ein Geschenketisch oder eine Straße voller Konfetti. Ihnen werden sicher noch viel mehr geeignete Motive und Szenen einfallen. Wichtig ist, dass dieses Bild (oder alle Bilder, die auf der Seite gezeigt werden) in irgend einer Form so mit dem Inhalt des Buches korrespondiert, dass auch dem letzten klar ist, dass die Geschichte jetzt zu Ende ist - auch dann, wenn Sie eine Fortsetzung planen.

 

 

 

 

 

CEWE wünscht Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren!

 

 

 

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