Im Sommer 2009 sind es vier Kameratypen, zwischen denen man sich als Amateurfotograf entscheiden muss, wenn man eine Digitalkamera sucht:
Kompaktkameras, All-in-One-Kameras, Kameras mit Wechselobjektiv und elektronischem Sucher und Spiegelreflexkameras.
Dazu kommen als Nischenprodukte Kameras mit Messsucher und für den professionellen Einsatz gibt es Digitalrückteile mit Sensoren ab KB-Größe, die an Mittelformatgehäuse oder Fachkameras angesetzt werden können. Für Hobbyfotografen, die sich intensiv mit Bildern und Bildgestaltung befassen wollen und/oder Spaß an hochwertiger Technik haben (und an der ein oder anderen Spielerei) sind Kameras mit Wechselobjektiven erste Wahl und auch All-in-One-Kameras und Kompaktkameras aus dem oberen Segment sind von Interesse. Wer ein gutes Auge für Motive hat, wird natürlich auch mit einfachen Kompaktkameras ansehnliche Bilder zustande bringen – aber diese Modelle sind in erster Linie für all jene gemacht, die Schnappschüsse von Kindern, Familienfesten, Ausflügen oder Urlauben machen und Erinnerungen festhalten wollen.
Worin unterscheiden sich diese vier Kameratypen? Natürlich in Form, Größe, Gewicht und Preis, möchte man meinen. Aber es gibt All-in-One-Kameras, die D-SLRs sehr ähnlich sehen, kleine D-SLR-Modelle, die kaum größer sind als die großen Kompaktkameras und es gibt Kameras mit Wechselobjektiven, die kaum schwerer sind als eine All-in-One-Kamera – und die Preise sind ohnehin immer in Bewegung.
Nähern wir uns den unterschiedlichen Kameratypen also aus anderen Richtungen und schauen wir uns an, wie sie sich in der Hard- und Softwareausstattung unterscheiden.
Im Sommer 2009 repräsentieren zwar erst drei Kameras (in der Reihenfolge ihres Erscheinens: Panasonic Lumix DMC-G1, Panasonic Lumix DMC-GH1, Olympus E-P1) einen neuen Kameratyp, aber mehr Modelle werden kommen. Die aktuellen Modelle sind im Micro 4/3-System zu Hause, Samsung steht mit einer auf APS-C basierenden Kamera schon in den Startlöchern und auch andere Hersteller werden sich dieser Entwicklung nicht verschließen können.
Es handelt sich um Kameras mit Wechselobjektiven und Monitoren (in der Kamera und/ oder auf der Rückwand) als Sucher. Für diesen Typ gibt es noch keine Bezeichnung, die sich durchgesetzt hat (e Leitartikel in dieser Ausgabe). Bis es eine allgemein akzeptierte Bezeichnung/Abkürzung gibt, werden wir in d-pixx von den NGCs sprechen, den Next Generation Cameras.
… dass die erste „Kompaktkamera“ aus Braunschweig kam? 1966 wurde die Rollei 35 vorgestellt, die regelrecht um den Kleinbildfilm herum entwickelt worden war. Das Gehäuse misst nur 60 x 97 x 32 mm und wiegt nur rund 370 g. Das Tessar 3,5/40 mm ist versenkt und wird manuell in die Aufnahmeposition gebracht. Witzige Details sind der Blitzschuh und die Rückspulkurbel, die sich am Gehäuseboden befinden. Der Preis bei Markteinführung lag bei 487,- DM für die chromfarbene und bei 537,- DM für die schwarze Version. Leider hat man es bei Rollei versäumt (wie so vieles andere auch), in dieses hervorragende Gehäuse digitale Technik zu packen und die Rollei-Fans in aller Welt damit anzusprechen.
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