Kürzer als Standard

Gehen wir von der Standardbrennweite nach unten, kommen wir in den Bereich der Weitwinkelobjektive. Wie der Name schon sagt, ist ihr Bildwinkel weiter, als bei den Standardobjektiven und ihre Brennweite ist kürzer. Man braucht solche Objektive, um vom selben Standort aus mehr aufs Bild zu bekommen. Das schließt mit ein, dass man auch in engen Umgebungen Motive ganz erfassen kann, von denen man mit der Normalbrennweite nur Ausschnitte aufnehmen kann.

 

1 Fish-Eye-Objektive machen große Räume als Ganzes erfahrbar. Ihr Markenzeichen ist, dass alle Geraden, die nicht durch die Bildmitte verlaufen, nach außen durchgebogen werden.

2 Lange Brennweiten sind nicht nur für Sport- und Tieraufnahmen interessant, sondern können auch in der Landschaftsfotografie nutzbringend eingesetzt werden.

 

Der Weitwinkelbereich geht von rund 63° bis rund 84° und umfasst die Brennweiten 35 mm [@KB], 28 mm [@KB] und 24 mm [@KB]. Von 35 mm [@ KB] hört man immer wieder als „Reportagebrennweite“. Warum, darauf kommen wir gleich. Bei der Einordnung von 24 mm [@KB] scheiden sich die Geister. Manche rechnen diese Brennweite bereits dem Superweitwinkelbereich zu, und auch das ist vertretbar. Allerdings kommt diese Einstufung aus einer Zeit, in der festbrennweitige Objektive mit kürzeren Brennweiten als 28 mm [@KB] und hoher Abbildungsqualität schwer zu rechnen und zu bauen waren, von Zooms ganz zu schweigen. Anfang 2009 gibt es eine ganze Reihe von 24-mm-Objektiven [@ KB] und auch etliche Zooms, die diese Brennweite enthalten. Letztere sind durchaus nicht nur als Wechselobjektive für Systemkameras zu finden, sondern auch als fest eingebaute Objektive in Kompakt- und All-in-One-Kameras.

Noch kürzere Brennweiten - etwa 20 mm [@KB], 17 mm [@KB] und 14 mm [@KB] - finden wir in der Klasse der Superweitwinkel.

Wenn der Bildwinkel eines 14ers nicht reicht, kann man zu den Fish-Eye-Objektiven greifen, die es in zwei Ausführungen gibt. Die einen bieten einen Bildwinkel von 180° über die Diagonale, zeichnen also das ganze Rechteck des Formates aus. Die anderen bieten einen Bildwinkel von 180° vertikal, also über die kurze Seite des Formates. Sie bringen ein kreisförmiges Bild zustande.

„Normale“ Objektive sind so gerechnet, dass gerade Linien im Motiv auch im Bild als gerade Linien erscheinen (was nicht immer ganz klappt, dazu mehr bei den Abbildungsfehlern). Bei Fish-Eyes kommen immer nur jene geraden Linien gerade ins Bild, die durch den Bildmittelpunkt verlaufen. Alle anderen werden nach außen durchgebogen. Hier spielen für den Kaufentscheid nur noch die besondere Abbildungsweise (äquidistante oder orthografische Projektion) und der Bildwinkel die wichtigste Rolle. Dass die Brennweiten zwischen 16 mm und 8 mm liegen, ist nicht so wichtig.

 

TIPP

Die Kommunikation per E-Mail und SMS ist schnell und effizient, aber nicht sehr persönlich. Eine Grußkarte braucht dagegen einen Tag, um den Empfänger zu erreichen, ist aber persönlich - vor allem, wenn man Karten von eigenen Fotos machen lässt. Da ist es nämlich möglich, Motive auszuwählen, die man für bestimmte Anlässe passend findet, und muss sich nicht mit dem zufriedengeben, was das Regal im Supermarkt hergibt. Passende Layouts finden Sie auf www. cewe.de unter „Fotogeschenke“.

 

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