Lange Teles – Fernsicht

Mit den langen Telebrennweiten zwischen 150 mm und rund 350 mm [@KB] wird man eher versuchen, aus größerer Entfernung zum Bild zu kommen als mit einem Standardobjektiv, und daran ist auch gar nichts auszusetzen. Kinder, Sportler, Tiere oder interessante Strukturen an Bauwerken, in Stadt- oder Naturlandschaften können formatfüllend fotografiert werden, auch wenn man nicht nah an sie herankommt.

Natürlich entscheiden letztendlich die Gegebenheiten vor Ort, aber wenn es möglich ist, sollte man bei Kinderbildern den Blickwinkel aus Augenhöhe eines Erwachsenen vermeiden – gehen Sie lieber in die Knie oder legen Sie sich auf den Bauch, um die Welt der Kleinen zu erfassen. Die lange Brennweite macht es möglich, unauffällig im Hintergrund zu bleiben. Oder man steigt, ganz bewusst und ganz im Gegenteil zu „unauffällig“, auf einen Stuhl, um die Zwerglein aus der Vogelperspektive zu zeigen. Wenn man im Spiel versunkene Kinder fotografieren möchte, ist eine extra Portion Geduld nicht schlecht, denn ein Erwachsener mit einer Kamera auf einem Stuhl zieht doch einige Aufmerksamkeit auf sich (die man wiederum für einige Schnappschüsse nützen kann).

 

 

Für Aufnahmen von Sportlerinnen und Sportlern kann es nötig sein, eine Erlaubnis vom Verein oder Veranstalter eines Sportereignisses einzuholen. Besonders die Besitzer von D-SLR-Kameras mit langbrennweitigen Objektiven kommen schnell in den Verdacht, die Bilder kommerziell nutzen zu wollen und sollten rechtzeitig anfragen.

 

Tipp

Ein wichtiger Tag im Leben eines Kindes ist der erste Schultag. Alles ist neu, so viel geht durcheinander – auch, wenn man sich später erinnern will. Fotos sind daher an diesem Tag besonders wichtig. Fotos vom Schulanfänger, alten Freunden, die aus dem Kindergarten mit in die Schule wechseln, neuen Freunden. Bei CEWE COLOR kann man dann aus den vielen Digitalfotos unterschiedlichste Fotoprodukte herstellen lassen – von den Bildern für Omas, Opas, Tanten, Onkel, entfernte Verwandte, Freunde und Bekannte über Poster fürs Kinderzimmer bis zum CeWe Fotobuch, das den fotografischen Bogen von der Taufe bis zur Einschulung spannt.

Etwas ganz Besonderes sind aber Federmäppchen und Ringbücher von CEWE COLOR, die mit eigenen Fotos gestaltet werden. Sie sind unverwechselbar und können z. B. dem Erstklässler den „optischen Kontakt“ zum Lieblings(kuschel)tier bieten.

 

Bei großen Sportveranstaltungen reichen allerdings auch lange Brennweiten nicht, um als Amateur wirklich hautnahe Bilder vom Geschehen zu machen. Die Abstände zwischen den Rängen und dem Spielfeld, den Laufbahnen oder den Anlagen für Wurf- oder Sprungwettbewerbe sind zu groß. Trotzdem sollte man, wenn es erlaubt ist, eigene Bilder machen und sich nicht nur auf die Arbeit der Profis verlassen. Auch wenn man das Mienenspiel der Athleten nicht einfangen kann, vermitteln die eigenen Fotos das „Ich-war-dabei-Gefühl“ besser, als die Bilder, die man später in Zeitschriften sieht. Ein Fehler, der in diesem Zusammenhang gern gemacht wird, ist der Einsatz des Blitzes, wie man bei Fernsehübertragungen aus abendlichen Stadien sehr gut beobachten kann. Die kleinen, eingebauten Geräte leuchten aber nur ein paar Meter weit und bringen damit nur die Hinterköpfe der Vorderleute ins Bild – je nach Steuerung der Kamera gut ausgeleuchtet oder vielleicht auch „überblitzt“. Lieber die Empfindlichkeit etwas höher wählen und die Belichtung auf den hell erleuchteten Teil des Stadions abstimmen. Dann kommt das Wesentliche gut belichtet ins Bild und die Vorderleute werden zu Silhouetten.

 

Aber die lange Brennweite hat noch mehr Vorteile als nur das Überbrücken von Entfernungen. Der enge Bildwinkel kann dafür sorgen, dass nur wenig Umfeld/Hintergrund ins Bild gelangt und dadurch das Hauptmotiv besser zur Geltung kommt. Bei lichtstarken Objektiven kann dies durch die schmale Schärfenzone bei ganz offener Blende unterstützt werden. Bei Aufnahmen von Menschen und Tieren ist in solchen Fällen anzuraten, die Schärfe auf die Augen zu legen oder ggf. auf das der Kamera zugewandte Auge, wenn ein Porträt angestrebt ist. Ansonsten stehen der Experimentierfreude natürlich Tür und Tor offen und man kann ungezwungen mit Schärfe/Unschärfe spielen.

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