Wie fotografiere ich… Nebel?

Im Nebel fotografieren ist nicht einfach und doch mit sehr stimmungsvollen Aufnahmen verbunden. Es ist nicht jedermanns Sache, bei Nebel  so früh wie möglich aufzustehen und das Grau einzufangen. Doch spätestens, wenn Sie die Aufnahmen in der Hand haben, werden Sie wissen, dass es sich gelohnt hat. Motive verschwimmen in der Gegend und erste Lichtstrahlen, welche auf die Wasser Tröpfchen treffen, erzeugen unglaubliche Lichtreflexe in der Natur. Es ist wirklich eine einmalige Erfahrung in den frühen Morgenstunden, wenn alles schläft und die Sonne langsam die Natur erweckt. Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

Nebel bildet sich vor allem morgens und abends, wenn gesättigte Luft abkühlt und kondensiert. Darum ist zu empfehlen, ein trockenes Brillenputztuch mitzunehmen, welches das Beschlagen der Frontlinse verhindert. Mit der trockenen Linse sollten Sie so viele Ausschnitte wie möglich einfangen. Oft sieht man Landschaftsbilder im Nebel eingetaucht, aber es besteht keine Regel dazu. Ausprobieren und festhalten, ist gefragt. Die Aufnahmeposition wechseln und z.B. in die Knie gehen, zwei Schritte nach links oder rechts gehen. Die ruhige und unberührte Stimmung transportiert etwas Friedliches und Romantisches in den Bildern. Es gibt kaum Kontraste, da alles durch die diffusen Lichtverhältnisse in der Landschaft verschwimmt und somit das Fokussieren erschwert ist.

So gelingt die Nebelfotografie

Doch genau das gehört zur Erfahrung beim Fotografieren von Nebel dazu. Es braucht eine ruhige Hand oder ein Stativ, welche die Verwacklungsgefahr der Bilder mildert. Ein tolles Motiv ist es, wenn man Bilder direkt an der Nebelgrenze fotografiert, denn oft entstehen dort Reflexionen oder Streuungen des Lichtes, welche spannend einzufangen sind. Das Gegenlicht der Sonne ist daher bei Nebelfotografien sehr beliebt und ergeben die schönsten Eindrücke. Die zuerst schwere Nebeldecke wird durch die warmen Sonnenstrahlen zu einem leichten Schleier verändert.

Nebel am See

Immer eine spannende Kombination: Wasser und Nebel

Kameraeinstellungen sind gar nicht so wichtig

Beim Nebelfotografieren muss man bezüglich Kameraeinstellungen grundsätzlich auf nichts Spezielles achten. Trotzdem gibt es ein paar Tipps. Es ist von Vorteil, mit einer langen Belichtungszeit und keinem Blitz zu arbeiten. Bei Bedarf kann man den ISO-Wert tendenziell hochdrehen, da der Sensor somit empfindlicher auf einfallendes Licht reagiert und Unschärfe in den Bildern besser vermeiden kann. Ein Richtwert wäre ISO 200-400. Ausserdem ist der Einsatz eines kurzen bis mittleren Teleobjektives empfehlenswert.

Nebelfotografien brauchen keine komplexen Einstellungen bei der Kamera und werden doch sehr authentisch. Natürlich braucht man die Ruhe, um den begrenzten sichtbaren Raum scharf abzulichten und die nötige Motivation, morgens früh aufzustehen. Doch an letzterem wird es hoffentlich nicht scheitern. Brillenputztuch nicht vergessen und los geht es!

Herbststimmung

Romantische Herbststimmung durch Nebel im Gegenlicht

Viel Spass wünscht das CEWE FOTOBUCH Team Schweiz!

Weitere Artikel der Kategorie

Wie fotografiere ich… Vögel?

Wer schon einmal versucht hat, einen Vogel zu fotografieren, der weiss, dass man dafür viel Geduld braucht. Amsel, Drossel, Fink und Star tanzen auf Ästen, fliegen durch die Gegend und… Weiterlesen

Tipps und Tricks zur Unterwasserfotografie

Endlich Sommerferien! Schon mal probiert, unter Wasser zu fotografieren? Damit die faszinierende Unterwasserwelt bestmöglich auf den eigenen Bildern zur Geltung kommt, sollte man auf einiges achten. Eine wasserfeste Kamera ist… Weiterlesen